02.02.2021
Brenner Nordzulauf - überdimensionales Infrastruktur Programm?

Rosenheim Das Thema Brenner Nordzulauf findet in Oberbayern viel Beachtung. Unser oberbayerisches Landesvorstandsmitglied Mary Fischer meint dazu:

Mit den Aussagen Hubert Aiwangers, er werde das Projekt nicht nur durch die Brille des Wirtschaftsministers betrachten, bin ich sehr zufrieden. Als stellvertretender Ministerpräsident liegt ihm das Wohlergehen der Menschen und der Schutz des Naturraumes sehr am Herzen.

Er wies ausdrücklich auf den nächsten Schritt hin, der Bedarf und der ökonomischen Nutzen des Projektes sei durch den Bund darzustellen. Wie viele Mitbürger aus dem Raum Rosenheim, hege ich großes Misstrauen gegen überdimensionale Infrastruktur Programme. Negativ Beispiele haben wir genug, siehe Stuttgart21 und den Berliner Flughafen. Mit wachem Auge betrachte ich die Entwicklungen im hohen Norden am Fehrmanbelt Tunnelprojekt.

Ein weiterer Aspekt: in der Corona-Pandemie haben sich die Zahlen im Verkehrsaufkommen verschoben, die künftige Entwicklung nach Wiederaufnahme eines ordentlichen Warenaustausches über die Alpen müssen erst betrachtet werden. Leider fehlen auch flankierend politische Maßnahmen, um den Warenverkehr auf die Schiene zu verlagern.

Alles in allem können wir hier nur hoffen, dass letztendlich der Bundestag als Entscheidungsträger verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen wird und sich nicht von Tagträumen eines Verkehrsministers wie Andreas Scheuer leiten lässt, der von inkompetenten Beratern geführt, sich mit der geplanten Mauteinführung bis auf die Knochen blamierte und großen volkswirtschaftlichen Schaden anrichtete.Ich persönlich hoffe da auf die Frauenpower unserer Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und den Sachverstand unseres Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger.