09.02.2020
Pressebericht "Weißwurstfrühstück mit Kandidatenvorstellung in Rabenden"

Gut besuchtes Weißwurstfrühstück der Freien Wähler Altenmarkt-Rabenden

Informative Vorstellungs- und Gesprächsrunde mitBürgermeisterkandidat Michael Pöpperl, Gemeinderats- und Kreistagskandidaten in Rabenden – Über 100 Teilnehmer

Altenmarkt. Um den Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler Altenmarkt-Rabenden Michael Pöpperl und die FW-Gemeinderatskandidaten besser kennenzulernen, waren genau fünf Wochen vor der Kommunalwahl weit über 100 Bürger zu einem Weißwurstfrühstück mit lockerer Vorstellungs- und Diskussionsrunde ins Feuerwehrhaus Rabenden gekommen. „Mit so vielen Leuten haben wir nicht gerechnet, ein Wahnsinn“, freute sich Pöpperl über den großen Zuspruch, während man noch eiligst Bierbänke aufstellte, um zusätzliche Sitzgelegenheiten zu schaffen. „Man sieht, dass ein Interesse da ist und wir gehen davon aus, dass auch die Wahlbeteiligung am 15. März hoch sein wird“, betonte der FW-Ortsvorsitzende und Zweite Bürgermeister Hans Stoiber. Er sprach von einer „deutlich verjüngten Vereinigung und einer Kandidatenliste mit aufgeschlossenen und engagierten Mitbürgern aus allen Ortsteilen“. Da mindestens acht neue Räte in den Gemeinderat einzögen (acht scheiden sicher aus), werde es im Rathaus Veränderungen geben. Als Freie Wähler habe man den Vorteil, dass man keinem Parteizwang und keiner Parteiideologie unterliege. „Das ist unser Pfund und darauf setzen wir auch“, so Stoiber, der wie Wolfgang Losert, Werner Stielow und Wolfgang Erl nicht mehr für den Gemeinderat kandidiert. Als Freie Wähler setze man auch weiterhin auf Sachpolitik und Bürgernähe. Der FW-Ortschef erinnerte auch an die Gründung der Freien Wähler Altenmarkt-Rabenden 1977 und die erfolgreichen Kommunalwahlen seit 1978 (erstmals eigene Liste).

Nachdem Bürgermeisterkandidat und Zweiter FW-Ortsvorsitzender Pöpperl seinen beruflichen Werdegang vom Konditorlehrling bis zum Bankbetriebswirt Management und seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit als Trostberger Feuerwehrvorstand kurz umrissen hatte, stellte der zweifache Familienvater klar, dass er schon seit 1998 in Altenmarkt wohne und sich dort sehr wohl fühle. 2013 habe er sich dem FW-Ortsverband angeschlossen und den Einzug in den Gemeinderat 2014 nur knapp verpasst. Da er gespürt habe, etwas für die Bürger bewegen zu können, habe er sich im Vorjahr zum Bürgermeisterkandidaten aufstellen lassen. Er sehe sich als „Teamplayer und Kümmerer“, setze auf eine „offene Kommunikation“ und wolle „ein Bürgermeister zum Anfassen sein“, so der 49-Jährige. Sein Ziel sei es, „allen Bürgern eine lebens- und liebenswerte Gemeinde zu bieten“. Die Jugend bräuchte wieder einen Treffpunkt und für die Senioren habe er ein Wohnheim oder eine andere Form des betreuten Wohnens im Auge. Die Gemeinde könne wachsen, aber dies dürfe die Infrastruktur nicht überfordern. Ganz wichtig ist ihm die Dorfentwicklung und -erneuerung. Gut sei, so Pöpperl, dass die Wasserburger Straße in Altenmarkt durch den Aubergtunnel entlastet werde. Auch wenn der zweite Bauabschnitt der Ortsumfahrung noch fern sei, könnte man die Dorfmitte schon jetzt verschönern, beispielsweise durch gepflasterte Bürgersteige. Freude bereitet habe ihm, dass der wieder erleuchtete Christbaum vor der Altenmarkter Kirche auf so viel Zuspruch gestoßen sei.

Kurz vorgestellt haben sich auch die FW-Gemeinderatskandidaten Herbert Hager (amtierender Gemeinderat), Christina Lexhauser, Josef Bernauer (amtierender Gemeinderat), Franz Georg, Hildegard Trenker, David Schlaipfer, Bastian Eckenberger, Theo Mathis, Josef Schuhbeck, Andreas Willenberg, Christopher Seeor, Andreas Stielow, Alfred Wimmer und Stefan Schwankner. Sabine Wiesenzarter war verhindert. Als Ziele genannt wurden unter anderem eine Politik auf Augenhöhe mit dem Bürger, eine vernünftige und zukunftsweisende Entwicklung Altenmarkts, eine bessere Verkehrsgestaltung, der Einsatz für Familien mit kleinen Kindern, Jugendliche und Senioren sowie die Förderung der Vereine. Ein intaktes Vereinslebens ist die Grundlage für eine funktionierende Dorfgemeinschaft“, so Christoph Seeor. Man verfüge über eine tolle Mannschaft, die mit einem Durchschnittsalter von 43 Jahren auch noch die jüngste sei. „Ich bin stolz mit euch ins Rennen gehen zu können, so Pöpperl.

Bürger Peter Dürr fragte an, ob das Ortsschild an der Bundesstraße 304 in Rabenden wieder an seinen alten Platz zurückversetzt werden könne, da der Siedlungsbereich stark angewachsen sei. Es sei dort angesichts der hohen Geschwindigkeiten sehr gefährlich. Stoiber fügte an, dass die Voraussetzung eine geschlossene Ortschaft sei, also beidseitige Bebauung. Andrea Vosteenforderte einen sicheren Übergang. Es gebe zwar eine Verkehrsinsel, aber es sei für Kinder und Senioren schwierig, die Straße alleine zu überqueren. Pöpperl betonte, dass man sich die Problembereiche bereits bei seiner Veranstaltung „Pöpperl spaziert“ angeschaut habe. Auch der anwesende stellvertretende Landrat Andreas Danzer sicherte seine Unterstützung zu.

Werbung in eigener Sache betrieben neben dem FW/UW-Kreisvorsitzenden und Kreisrat Andreas Danzer, der wieder für das Amt des Traunsteiner Landrates kandidiert, auch die anwesenden FW-Kreistagskandidaten Michael Pöpperl, Herbert Hager und Josef Bernauer (alle Gemeinde Altenmarkt), Andrea Wittmann (Seen-Seebruck), Werner Disterer (Tacherting), Monika Lex (Pittenhart) und Leonhard Maier (Kienberg). Hans Stoiber, der im Herbst 2018 in den Kreistag nachgerückt war, scheidet wieder aus. „Bei meinen politischen Zielen ist es mir wichtig, dass alle Themen mit der Fraktion, dem Kreisverband und den Ortsverbänden abgestimmt werden“, so Danzer. Die Kreisumlage müsse kontinuierlich gesenkt werden, damit der Handlungsspielraum der Kommunen erhalten bleibe. Ziel sei es, dass der Landkreis 2030 energieautark sei. Bei den Erneuerbaren Energien sieht er noch viel Potential. Da der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) eine bedeutende Rolle spiele, setze man nun auf einen Nahverkehrsplan, um die Schwachstellen zu ermitteln, betonte Danzer und forderte: „Zug und Bahn müssen besser aufeinander abgestimmt und an die Bedürfnisse der Bürger angepasst werden“. Lob gab es für die Klinken SOB AG und die kreiseigenen Altenheime. Künftig werde der Fokus auch verstärkt auf die Kurzzeit- und Tagespflege gelegt, meinte Danzer. In Zukunft müsse zudem dringend neuer bezahlbarer Wohnraum in allen Facetten geschaffen werden.

Pöpperl bedankte sich bei allen Beteiligten und verwies noch auf die Vorstellungs- und Diskussionsrunde mit Leberkäsessen am 2. März, um 20 Uhr im Gasthof Husarenschänke in Altenmarkt, die dortige Veranstaltung „Pöpperl liest“ für Kinder und Eltern am 7. März, von 15 bis 16.30 Uhr und den Infostand am 14. März, von 10 bis 14 Uhr am Edeka Böhr. mmü

 

Foto (mmü): Rede und Antwort stand der Bürgermeisterkandidat und Kreistagskandidat der Freien Wähler Altenmarkt-Rabenden Michael Pöpperl den Bürgern beim Weißwurstfrühstück im Feuerwehrhaus in Rabenden. Auch viele andere FW-Gemeinderatskandidaten und FW-Kreistagskandidaten aus Altenmarkt und anderen Gemeinden stellten sich kurz vor.